Wertecharta für menschenwürdige Arbeit in der Landwirtschaft

Diese Wertecharta wurde im Rahmen des europäischen Projekts INTEGRALITY – Multi-stakeholder strategies for the promotion of INTEGRation and LegALITY of migrants’ employment in agriculture entwickelt, das von FELCOS Umbria als federführendem Partner gemeinsam mit 11 Partnern in 5 europäischen Ländern (Italien, Griechenland, Zypern, Portugal und Österreich) umgesetzt und durch den AMIF – Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds finanziert wird.

Die Charta wird von den Projektpartnern gemeinsam als Sensibilisierungsmaßnahme und als Verpflichtung zur Prävention und Bekämpfung von Arbeitsausbeutung in der Landwirtschaft getragen, indem stabile Netzwerke zwischen den verschiedenen lokalen Akteurinnen gestärkt und die Entwicklung von Multi-Stakeholder-Strategien für eine vollständige und positive Integration auf lokaler Ebene unterstützt werden – in Einklang mit Rechtmäßigkeit und den Rechten der Arbeitnehmer*innen.

Sie richtet sich an alle Akteurinnen, die die Referenzgemeinschaft bilden — lokale Behörden, Unternehmen und Stakeholder entlang der landwirtschaftlichen Lieferkette, Arbeitgeber- und Berufsverbände, Gewerkschaften, zivilgesellschaftliche Organisationen, Aufnahme- und Integrationsdienste, Migrantinnengemeinschaften sowie weitere öffentliche Stellen — die aufgefordert sind, gemeinsame Werte zu teilen und konkrete Verpflichtungen einzugehen.

Die Charta legt die Werte und Grundsätze des Projekts fest, die zusammen eine ethische Marke bilden, dargestellt durch ein grafisches Logo als Instrument zur Anerkennung und Förderung vorbildlicher Praktiken entlang der landwirtschaftlichen Lieferkette.

Die Unterzeichner*innen dieser Wertecharta:
  • erkennen an, dass Arbeitsausbeutung in der Landwirtschaft eine schwerwiegende Verletzung der Menschen- und Arbeitsrechte darstellt und zugleich wirtschaftlicher, sozialer und territorialer Entwicklung schadet.
  • verpflichten sich, ein Modell der landwirtschaftlichen Lieferkette zu fördern, das auf Rechtmäßigkeit, menschlicher Würde sowie sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit beruht.
  • identifizieren sich mit den im Rahmen des Projekts INTEGRALITY entwickelten Grundsätzen und Maßnahmen sowie mit der lokalen Strategie zur Bekämpfung von Arbeitsausbeutung in der Landwirtschaft.
  • verpflichten sich, landwirtschaftliche Betriebe und Akteurinnen der Lieferkette anzuerkennen und zu fördern, die verantwortungsvolle unterzei Praktiken anwenden, die mit den Grundsätzen dieser Charta vereinbar sind.
Art. 1 – Zweck und Anwendungsbereich
Art. 2 – Ziele
Art. 3 – Unterzeichner*innen
Art. 4 – Kernwerte
Art. 5 – Nutzung des Logos „SEEDS OF DIGNITY“
Art. 6 – Beitrittsverfahren
Charta unterzeichnen